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CORONA - Alternativer Musikunterricht
Ideen, Erfahrungen etc. aus dem Musikum-BLOG
Instrumentalunterricht
Ich glaube im Instrumentalunterricht geht alles über Video oder Live Chat sehr problemlos, für ein paar Wochen. Meine Schüler/innen freuen sich schon darauf mir Videos zu schicken. Das wird sicher spannend, und ich glaube wir können alle was daraus lernen! Ich bin sehr zuversichtlich, dass das gut klappen wird und ich meine Schüler/innen, je nach ihren Bedürfnissen und Wünschen, gut betreuen kann.

Fernunterricht
1. Man kann den Stundenplan – wie gewohnt – durchziehen. Jede/r Schüler/in meldet sich in der Zeit, in der er eigentlich Unterricht hätte per Anruf oder WhatsApp und berichtet von seinen Übefortschritten.
2. Die Schüler/innen können in der Zeit des Unterrichts „Problemstellen“ per WhatsApp als Audio- oder Videoaufnahmen schicken, damit effektiv Übetipps gegeben werden können.
3. Die/Der Lehrende kann Audio- oder Videokostproben des Übefortschritts einfordern.
4. Wer im Zeitraum seines Regelunterrichts verhindert ist, soll sich bitte per E-Mail, SMS oder WhatsApp abmelden.

Unterricht über WhatsApp-Videotelefonie
ich habe gestern meinen kompletten Unterricht über Videotelefonie per WhatsApp abgehalten und das hat einwandfrei funktioniert.

Meine Schüler/innen haben alle eine gute WLAN-Verbindung, somit hat es auch kein Stocken oder Ähnliches gegeben. Es funktioniert auch das „Vorspielen- Nachspielen“-Prinzip sehr gut und ich habe auch alle Tonhöhen gut verstanden. Den Schüler/innen hat die ungewöhnliche Unterrichtssituation auch Spaß gemacht und ich denke, dass es eine gute und gesunde Möglichkeit so ist mit den Schüler/innen weiterzuarbeiten und die Krisenzeit zu überbrücken.

Erste Erfahrungen
Eine völlig neue Chance bietet sich im Versenden von Audio-Aufnahmen. Z.B. bei meiner Absolventin. Da ist alles erschreckend nackt, man hört Dinge, kleine Details, über die man vielleicht ansonsten hin-weghören würde, jedes Detail liegt offen. Eine sehr gute Erfahrung auch für die Schüler/innen selbst! Ich betone dabei aber, dass die Aufnahmen natürlich „gemein“ sind, es soll ja niemand daran verzweifeln. Man kann umgekehrt auch entsprechend loben, was gut gelungen ist! Mit jüngeren Schüler/innen kann man das sehr nett gestalten. Ich habe den Eindruck, die machen das recht gerne mit Versenden von Ton oder Videoaufnahmen.

Ideen zur Corona Zeit für Elementares Musizieren und oder Tanz
In unserem Fach haben wir ja sehr viele Schüler/innen im Alter zwischen 4 und 10 Jahren, in meinem Fall sind es ca. 150 bei 16 Gruppen Elementares Musizieren (8 Gruppen) und Tanz (8 Gruppen). Wie ich bei meinem fünfjährigen Sohn sehen kann, kommen die Kinder relativ schnell mit Veränderungen zurecht, wenn das Umfeld dementsprechend bewusst und ehrlich mit neuen und auch wie in diesem Fall aufwüh-lenden Situationen umzugehen versuchen. Das ist sicher auch für uns selbst und natürlich auch für die Kinder eine große Herausforderung, sie nehmen Energien, Ängste, nötige Einschränkungen und Anpassungen etc. noch viel direkter und ungefilterter auf. …

Meine Idee zur Überbrückung der Zeit für unsere EMP- und Tanzgruppen ist folgende:
ich möchte gerne die Lieder, die ich in letzter Zeit mit den Kindern gesungen und getanzt habe, aufnehmen und werde die Aufnahmen dann per WhatsApp versenden. Technisch gesehen finde ich hierfür WhatsApp und das eigene Handy vorerst die unkomplizierteste Möglichkeit: Die einzelnen Schritte setze ich wie folgt:

1. Aufnehmen der Lieder und Tänze für die einzelnen Gruppen themenspezifisch und Altersbezogen
2. Bilden der WhatsApp-Gruppen (bis jetzt habe ich mit den Schüler/innen über normales SMS kommuniziert)
3. Versenden der Lieder
4. eventuelle Nachbereitung der Feedbacks, die von den Eltern kommen

OneDrive und CD
Ich habe begonnen mit meiner Gitarre, Stimme und Tablet Lieder und Gedichte aufzunehmen. Ich werde die Stücke und Noten auf meinen Musikum-OneDrive uploaden und den Eltern einen Link schicken.
Ich bereite sowieso jedes Jahr eine CD für jedes Kind als Erinnerung des Jahres vor. Drauf sind Lieder, Gedichte, Tänze, oder manchmal Übungen, die wir in dem Jahr gemacht habe. Dieses Jahr werde ich das Material dann schon vorher digital den Kindern bzw. Eltern geben.

Videos und Feedback konkret
Mit meinen Schüler/innen oder vielmehr mit deren Eltern ist vereinbart, dass jede/r am Tag ihres/seines Unterrichts Videos/Audioaufnahmen per E-Mail oder WhatsApp (Achtung Datenschutz!) schickt. In diesen Videos sollen sie die Stücke und Übungen, die Wochenaufgabe waren, einspielen. Natürlich dürfen auch Fragen gestellt werden usw. ...

Wichtig ist für mich, dass sie mir nicht irgendwelche Videos zukommen lassen, sondern selbst reflektierte, also das Video, das selbst angehört wurde. Ich schau mir diese Videos an und gebe Feedbacks in Videos, Voicemails, Textnachrichten oder Telefonaten. Je nachdem was ich für zielführend halte. Außerdem sende ich Ihnen Übungszettel zum Notenlesen/-schreiben, Intervalleschreiben, eigene Melodien und Stücke komponieren.

Ich denke, dass der Arbeitsaufwand dem normalen Unterricht sehr nahekommt bzw. am Anfang sogar darüber hinaus geht.

Videochat
Der Unterricht bis Ostern wird, so gut es geht, über Videochat abgehalten. Hab es den Eltern/Schüler/innen als freiwillige Methode angeboten. Ein Teil der Schüler/innen übt selbstständig weiter. Der Kontakt mit ihnen wird aber aufrecht erhalten, vor allem in Hinblick auf Aufgabenstellung und Hilfestellung. Alle anderen Schüler/innen werden, je nach technischen Mittel via WhatsApp, Facetime oder Skype versorgt.

Ebenso habe ich eine Liste an Apps und Programmen ausgeschickt, die als Hilfestellung dienen. Vor allem via „Tonestro“ haben die Kids ein super Tool, das Spaß macht und zum Üben bringt. Wir werden uns auch dort gegenseitig in Challenges herausfordern.

Lern-Podcast
Podcast von Kristin Thielemann (Trompete) und Max Gärtner (Schlagzeug) >Motivation Musikpädagogik
15.06.2020 · Günter Schaufler · Musikum Landesdirektion
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